Hier ist die Review zum neuen Flagschiff von Motorola, dem Google Nexus 6

Das größte und letzte Flaggschiff von Google in Kooperation mit Motorola, das Google Nexus 6. Die sechs steht nicht nur für die sechste Generation der Nexus Reihe, sondern auch für 6 Zoll, bzw. 5,96 Zoll (15,14cm). Das klingt nicht nur viel, sondern das ist es auch. Als ich es das erste mal in der Hand hatte, ja ich war erstaunt wie groß das doch ist und ob man es überhaupt noch als Smartphone nutzen kann oder ob es schon als Tablet gilt.

Verarbeitung

Die Maße: … Nicht nur die Zahlen sind riesig, sondern das Gerät selbst auch. Bei der Präsentation hatte ich mich gefreut, endlich ein neues Nexus Gerät. „Das probierst du aus!“ Schon die Verpackung kam mir erstaunlich groß vor, nicht so schön kompakt wie die von anderen Smartphones, sondern eher wie ein kleines Tablet, eben ein Phablet. Das Gerät ausgepackt und in die Hand genommen, habe ich gedacht „krass“ das ist doch ein ziemlicher Brummer. Es war größer als ich gedacht hatte. Das soll das Nexus 6 sein? Es kam mir vor wie ein zu großes Moto X der zweiten Generation. Bei der Verarbeitung ähneln sich die beiden Geräte vollkommen. Alles exakt gleich bis auf die Größe und das Motorola Logo (Dimpel) auf der Rückseite, das ist beim Nexus 6 nur leicht eingedellt und nicht durch ein schönes eigenes Logo ersetzt worden, wie beim Moto X.

Das Gerät wird von einem Aluminiumrahmen gehalten, an der rechten Seite sitzt der schraffierte Powerbutton und die Lautstärkewippe mit perfektem Druckpunkt.

 Auf der Oberseite findet sich der 3.5 mm Klinkenanschluss, inklusive MicroSD Kartenslot und unterhalb der Micro USB Anschluss zum übertragen von Daten und laden des Nexus 6 und das Mikrofon. Auf der Vorderseite finden wir das 5.96 Zoll große LCD Display, geschützt durch Gorilla Glass 3 inklusive oberhalb und unterhalb davon jeweils ein Lautsprecher ( Stereo ). Über dem oberen Lautsprecher findet man dann noch die 2 Megapixel auflösende Frontkamera und den Helligkeitssensor. Auf der Rückseite findet man dann noch die 13 Megapixel Kamera inklusive OIS und einem LED Flashring der sich um den Sensor verteilt. Nicht zu vergessen, das darunter sitzende Motorola Logo und den aus Aluminium verzierte „Nexus“ Schriftzug. Ganz unten ist dann noch ein kleines Loch, worin sich ein weiteres Mikrofon zur Geräuchunterdrückung befindet. Rund um ein sehr ansprechendes Gerät.

Leistung

Zur Leistung gibt es gar nicht so viel zu sagen, als aktuelles Gerät der Nexus Reihe, hat Google dafür gesorgt, dass alles auf dem Gerät flüssig läuft. Benchmark Tests hat das Nexus 6 mit Bravur bestanden, zwar nicht unbedingt mit Rang 1 belegt, aber ich denke darauf kommt es auch nicht bei einem Nexus Gerät an. Google arbeitet daran das die Geräte mit dem neusten Betriebssystem perfekt laufen und wenn man dazu nicht die neuste Technik braucht, spricht das allemal fuer sich.

Benchmarktests

Trotz alle dem laufen alle Spiele und Apps reibungslos. Ob Flappy Bird, wo man einen Vogel nur nach rechts bewegt, oder Mortal Combat 5, ein Ego Shooter, der es grafisch in sich hat. Höchste Grafikeinstellungen bringen das Nexus 6 nicht zum schwitzen. Ja, der Prozessor wird warm, mehr aber auch nicht.

Mit der aktuellen Version von Android 5.1.1 weiß das Nexus 6 umzugehen und zeigt sich hier von seiner besten Seite. Ruckler, Neustart, oder aufhängen von Apps sind mir beim Test mit dem Nexus 6 nicht aufgefallen. Wer genaueres zu den Technischen Daten wissen möchte kann sich hier die Technischen Daten einblenden lassen.

Technische Daten

Akku

Auch zum Akku kann ich eigentlich nur positives sagen. Er hat mich locker über einen Tag gebracht, bei zwei Tagen wurde es dann allerdings kritisch. den doppelten Tag habe ich teilweise auch geknackt, aber nur dann, wenn ich fast dauerhaft im WLAN war und meine soziale Medien über ein anderes Gerät abgerufen habe. Bei viel Standby ist also auch eine Laufzeit von zwei kompletten Tagen drin. Im Standby Modus verbrauchte das Nexus 6 kaum Akku, in der Nacht habe ich im „Nicht Stören“ Modus, höchstens 1% verloren. Trotzdem habe ich es meistens jeden Abend an das „fast charging“ Ladegerät gehangen und es innerhalb 1 Stunde auf 70-75% geladen, die letzten 25% brauchten dann aber meist auch noch eine weitere Stunde. Das heißt für den Abend den Akku ausreichend laden ist überhaupt kein Problem, doch voll laden war unwesentlich schneller als mit einem normalen Ladengerät. Die Akkukapazität beträgt dabei 3220 mAh.

Feeling

Was kann ich nach einer zwei monatigen Nutzung sagen? Ich bin zufrieden. Um kurz die Vor- bzw. Nachteile aufzuzählen. Das Gerät ist riesig, zu groß um alle Funktionen mit einer Hand auszuführen. Für Wischgesten vom oberen Rand des Gerätes ist oft eine zweite Hand von Nöten. Allerdings ist dies für viele eine reine Gewöhnungssache und fließt dabei nicht in die Bewertung.

Es bietet einem aber daher auch eine große Anzeigefläche 15 cm Displaydiagonale ist nicht zu verachten. Was bei so einer Größe eines Displays aber nicht zu vergessen ist, ist das es zwar in eine Hosentasche passt, man das Gerät bei jeder Bewegung aber wahrnimmt und das nicht im positiven Sinne. Ich finde das Geräte ab 5.7 Zoll und größer nicht mehr in die Hosentasche gehören, da stören sie meistens nur noch. Da ich zum Gerät eine Motorola Moto 360 benutze, konnte ich mein Smartphone oft in meinem Rucksack transportieren und habe jede Benachrichtigung auf mein Handgelenk bekommen und konnte dann entscheiden ob ich das Handy aus der Tasche hole, oder ob ich die Nachricht auch später beantworten kann. Die Moto 360 als Gadget mit an Board zu haben war schon sehr angenehm und ohne diese könnte ich mir ein solches Gerät nicht vorstellen. Ansonsten wird das Nexus 6 von einem Aluminiumrahmen gehalten und von einer Plastikrückseite verdeckt, die sich keineswegs billig oder schlecht anfühlt. Die Materialwahl ist dabei eher positiv. Ich bin kein Fan von Geräten die komplett mit Aluminium bedeckt sind und dadurch super rutschig in der Hand liegen und man Angst haben muss das sie einem jedem Moment aus der Hand fallen. Das Problem hat das Nexus 6 nicht. Dadurch das der Powerbutton leicht schraffiert ist, kann man ihn gut mit der Lautstärkewippe unterscheiden, die direkt darunter sitzt. Das Motorola Logo auf der Rueckseite dient fast schon als Ablagefläche für den Zeigefinger, der fast bei jeder Nutzung automatisch seinen Weg dorthin findet und dort verweilt. Ob Motorola  das so wollte oder ob es ein zufälliges Gimmick ist bleibt ungeklärt. Trotzdem hat es mir gut gefallen.

Kamera

Die Kamera vom Nexus 6 löst mit 13 Megapixeln auf und ist bei der “Nexus” Reihe etwas ganz besoderes. Keines der älteren Nexus Geräte besaß eine besonders gute Kamera, dies war immer einer der Kritikpunkte dieser Geräte. Das Nexus 6 besitzt einen Sensor von Sony, den IMX214. Wie genau sich dieser schlägt dürft ihr gerne selber entscheiden, da ich mich mit Kameras nicht allzu gut auskenne. Mir persönlich hat die Kamera gut gefallen. Durch den optischen Bildstabilisator gelingen einem die meisten Bilder. Im Vergleich steht sie wahrscheinlich so mittelmäßig da. Aber jetzt lasse ich mal die Bilder für sich sprechen.

 

Preis / Leistung

Aktuell gibt es das Nexus 6 von Motorola zu einem Preis von ca. 470€. (Amazon) Ist dieser hohe Preis für das Gerät gerechtfertigt? Eigentlich nicht! Aber, einerseits muss man sagen das die Verarbeitung des Gerätes einwandfrei ist, ich keine zu großen Spaltmaße feststellen konnte und Motorola mit dem Design fast alles richtig gemacht hat, bei einem solch großen Gerät bleibt ja auch viel Spielraum um sich am Design auszulassen. (Auch wenn man sich an das Design vom Moto X 2. Generation angelehnt oder das ganze übernommen hat.)  Andererseits haben wir auf dem Gerät zwar die neuste Version von Android installiert, und das wird auch so bleiben, denn Nexus Geräte bekommen die neuen Updates ja in der Regel als erstes. Aber an dem reinen Android (Stock Android) gibt es keine Extra Features. Google hat keine Funktion eingefügt, wodurch ich das riesen Display in irgendeiner weise besser oder besonders nutzen kann. Auf 6 Zoll ist soviel Platz das man mit einem Stylus, wie Samsung das bei der Note Serie macht, super Notizen auf dem Display notieren könnte. Leider keine Stylus Kompatibilität! Es gibt in der vorinstallierten Kameraapplikation z.B. keine Funktionen um Manuell Fotos zu schießen, Zeitlupenaufnahmen zu machen oder einen Modus um bewegte Bilder einzufangen. Nichts derartiges ist vorhanden. Das ist halt schon relativ schade, und aus dem Grund würde ich sagen ist der Preis ein wenig zu hoch angesetzt. Wenn ich mir im Vergleich ein OnePlus One anschaue, was ungefähr die selbe Hardware verbaut hat und nur die Hälfte kostet, dann frage ich mich wofür will Google, bzw. Motorola soviel Geld haben? Nur weil das Gerät so groß ist? Das bleibt die Große Frage. Wenn man ein solch großes Dislpay haben möchte und einem die spartanischen Funktionen der reinen Android Version reichen, der kann auch schon Schnäppchen um die 300€ machen.

Fazit

Wer auf große Geräte steht und sagt ich brauche so viel Display wie möglich, der kann sich das Nexus 6 gerne mal genauer anschauen. Das Nexus 6 ist  echt ein klasse Gerät, das vorinstallierte Stock Android, die Stereo Frontlautsprecher, die anständigen Kameras. Performance ist einwandfrei. Was halt nicht so perfekt ist, ist das Handling, das Gerät ist einfach zu groß. Mit einer Hand nicht zu bedienen. Generell ist nichts schlechtes daran auszusetzen, höchstens könnte man sagen es fehlen einem ein paar Funktionen, die andere Hersteller einem mehr bieten. Falls einem das Gerät trotzdem zusagt, der könnte auch einen Blick auf die Note Serie von Samsung werfen, denn die ist ein bisschen mehr darauf ausgerichtet mit einem solch großen Display zu arbeiten. Es gibt etwaige Software-features und den sogenannten Stylus, den S-Pen. Empfehlung? Ja! Ich würde aber nicht mehr als 400€ ausgeben, denn in der Preisklasse finden sich noch einige andere Geräte die einem ähnliches bieten. Wer jetzt Interesse am Gerät bekommen hat, der kann hier zuschlagen. –> Motorola Nexus 6 Smartphone – Amazon

Bildergalerie zum Nexus 6